Wann ist eine Magenspiegelung sinnvoll?
Eine Magenspiegelung kann helfen, die Ursachen von Beschwerden in der Speiseröhre, im Magen oder im Zwölffingerdarm festzustellen. Ob die Untersuchung erforderlich ist, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen anhand Ihrer Beschwerden, Ihrer Krankengeschichte und bisheriger Befunde.
Eine Magenspiegelung kann insbesondere sinnvoll sein bei:
- anhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen im Oberbauch
- häufigem Sodbrennen oder Beschwerden durch den Rückfluss von Magensäure
- Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim Schlucken
- länger bestehender Übelkeit oder wiederholtem Erbrechen
- unbeabsichtigtem Gewichtsverlust
- Verdacht auf eine Magenschleimhautentzündung oder ein Magen- beziehungsweise Zwölffingerdarmgeschwür
- der Kontrolle bestimmter Erkrankungen oder auffälliger Vorbefunde
Bei Bluterbrechen oder schwarzem, teerartigem Stuhl ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich, da diese Beschwerden auf eine Blutung im oberen Verdauungstrakt hinweisen können.
Nicht jede Magenbeschwerde erfordert unmittelbar eine Magenspiegelung. Wir beraten Sie persönlich, welche Untersuchungen in Ihrer Situation sinnvoll sind.
Vorbereitung
Für die Untersuchung muss der Magen leer sein. In der Regel dürfen Sie deshalb sechs bis acht Stunden vorher nichts mehr essen. Klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee ohne Milch sind meist bis zwei Stunden vor der Untersuchung erlaubt. Bitte beachten Sie die konkreten Vorbereitungshinweise unserer Praxis:
Informieren Sie uns vorab über Ihre Medikamente, Vorerkrankungen und Allergien. Besonders bei Blutverdünnern und Diabetesmedikamenten besprechen wir mit Ihnen, ob die Einnahme angepasst werden muss. Setzen Sie Medikamente nicht eigenständig ab.
Durchführung
Während der Untersuchung liegen Sie meist auf der linken Seite. Ein dünnes, flexibles Endoskop wird vorsichtig durch den Mund über die Speiseröhre in den Magen und bis in den Zwölffingerdarm geführt. Eine kleine Kamera überträgt die Bilder auf einen Monitor, sodass die Schleimhaut genau beurteilt werden kann. Bei Bedarf werden Gewebeproben entnommen; dies ist in der Regel schmerzfrei.
Der Rachen kann mit einem Spray örtlich betäubt werden. Auf Wunsch und nach ärztlicher Rücksprache ist auch eine Sedierung möglich, bei der Sie in einen schlafähnlichen Zustand versetzt werden. Die eigentliche Untersuchung dauert meist etwa fünf bis zehn Minuten.